
Jedes Jahr wird durch den IBA-Lenkungsausschuss eine Evaluation in den teilnehmenden Städten durchgeführt. Sie dient der Überprüfung der bisherigen Arbeitsrichtung und Festlegung von Schritten für das kommende Jahr, damit 2010 einer interessierten Öffentlichkeit der Stadtumbauprozess deutlich gemacht werden kann.
Die Evaluation 2008 fand am 30. September in Dessau im Sport- und Kurshaus "Kurt Elster" statt.
Die Stadt Dessau hat im vergangenen Jahr intensiv und erfolgreich an der Umsetzung des IBA-Themas „Urbane Kerne – Landschaftliche Zonen“ gearbeitet. Die dargestellten Projekte der Stadt Dessau werden bestätigt und fortgeführt. Der Entwicklungsstand der einzelnen Projekte ist positiv zu bewerten, die Fortschritte sind erkennbar. Der Umsetzung des dualen Konzepts „Urbane Kerne – Landschaftliche Zonen“ der Stadt Dessau liegt ein integrierter Ansatz zugrunde, der neben baulich-räumlichen Planungen auch die sozial-kulturellen Aspekte aufnimmt, die auf städtischer Ebene ressortübergreifend bearbeitet werden. Diese ganzheitliche Strategie der Stadt für den Stadtumbau ist die Grundlage für eine Übertragbarkeit des Konzepts auf andere Städte. Die Methodik und Verfahrensweise ist deshalb in ihrem Gesamtzusammenhang aufzubereiten und der Öffentlichkeit zu vermitteln. Der radikale Ansatz der Stadt Dessau, städtischen Raum in ausgesuchten Bereichen gezielt in Landschaft zu überführen, hat das Potenzial, nationale und internationale Aufmerksamkeit zu erlangen.
Im Rahmen des Bausteins „Landschaftliche Zonen“ ist ein Pflegewerk zu erarbeiten, mit dessen Hilfe das Konzept der Öffentlichkeit gezielt vermittelt werden kann.
Die begonnenen Maßnahmen zu Stärkung der urbanen Kerne werden weitergeführt. Darüber hinaus sind ansässige Institutionen einzubinden und deren Potenzial für eine weitere Stabilisierung der urbanen Kerne auszuloten. In Ergänzung zur Beschlussempfehlung aus dem Evaluierungsgespräch ist dabei der Frage der Sicherung zukunftsfähiger Versorgungsstrukturen besonders Rechnung zu tragen.
Das Präsentationskonzept für das Jahr 2010 wird in enger Kooperation mit dem IBA-Büro weiter präzisiert.