Carl Andreas Bischof (1812 - 1884) begründete 1864 - 1869 die Herzogliche Anhaltische Geologische Landessammlung in Dessau, die seit 1864 im Gebäude des heutigen Museums für Naturkunde und Vorgeschichte gelagert wird und mit 2.223 geologischen Objekten bis heute erhalten ist: 1.673 Fossilien, 327 Gesteinsproben und 223 Mineralien und Erze.
Vor 1908 wurde sie in Anhaltische Geologische Landessammlung umbenannt. Bis zum Zweiten Weltkrieg wurde die Sammlung fortgeführt, und sie ist heute mit über 7.000 Fossilien, Gesteinen und Mineralien im MNVD erhalten.
Carl Andreas Bischof wurde am 4. Juni 1812 in Bad Dürrenberg als Sohn des Salinendirektors Johann Andreas Bischof geboren. Zeit seines Lebens war Carl Andreas Bischof ein begeisterter Fossiliensammler. In der Zeit seiner Tätigkeit als Hüttenmeister in der Eisenhütte Mägdesprung von 1843 - 1863 sammelte er vor allem in Kalk- und Sandsteinbrüchen des Ostharzes und im Plattenschieferbruch von Mägdesprung, die ausgesprochen fossilreich waren.
Neun Fossilienarten aus dem Erdaltertum des Harzes sind nach Bischof benannt worden: Bronteus bischofi, Capulus bischofi, Discina bischofi, Fenestella bischofi, Harpes bischofi, Leptaena bischofi, Retepora bischofi, Rhynchonella bischofi, Spirifer bischofi.
C. A. Bischof war ein genialer technischer Erfinder. Unter naturkundlichen Wissenschaftlern bekannt wurde er durch seine Beschreibung von Pleuromeia aus der Buntsandsteinformation des Erdmittelalters von Bernburg.
Der größte Teil der ursprünglich von Bischof zusammengetragenen Objekte ist mit handschriftlichen Etiketten von Bischof versehen. In der Vitrine des Monats Juni 2012 des MNVD werden charakteristische Fossilien der von C. A. Bischof zusammen getragenen Sammlung präsentiert, wie auch in der aktuellen Ausstellung "Naturforscher und Sammler Anhalts - Wüstensaurier und andere Geheimnisse" (bis 31. Oktober 2012).
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