
Die Bismarck-Sammlung zeichnet sich durch ihre große Vielfalt aus. Zu sehen sind Büsten, Bildnisse, Statuen, Reliefs, Gedenkblätter, Karikaturen, Allegorien, Postkarten, Ofenplatten, Anlassmedaillen u.v.m.
Darunter finden sich Gegenstände aus dem persönlichen Besitz Bismarcks, aber auch Kult & Kitsch und Kuriosa, wie die Rasierklingen "Bismarck Extra". Die Sachzeugnisse aus Papier, Zinn, Seide, Marmor, Silber, Bronze, Keramik, Eisen, Glas, Bakelit usw. geben Einblick in familiäre Hintergründe, biografische Stationen und den politischen Werdegang Bismarcks bis zum Ende seiner Reichskanzlerschaft. Auch belegt die Sammlung die bis lange nach seinem Tod andauernde Bismarck-Verehrung, die die Nationalsozialisten später für ihre Zwecke auszunutzen wussten.
Begehrte Sammlerobjekte sind auch die Porzellane, die Roger Hochmuth seit vielen Jahren zusammengetragen hat. Sie stammen aus der 1848 in Altwasser/Schlesien gegründeten Porzellanfabrik Carl Tielsch & Co. Besonders reizvoll sind die frühen Produkte, wie die Schale für Visitenkarten (1847), ein Raucher-Service (1848) oder das Teelöffel-Körbchen, die dem gehobenen Bedarf zuzurechnen sind. Einblicke in den
sich wandelnden Zeitgeschmack bis in die 1920er Jahre gewähren die Gebrauchsporzellane. Übrigens haben auch die Stiftsfräulein in Mosigkau ihren Kaffee aus Altwasser-Porzellan genossen.
Am Nachmittag des 14. Februar wird die Ausstellung dann mit einer Finissage verabschiedet. Um 14.00 Uhr beginnen die Sammler mit einer Sonderführung durch die Ausstellung. Danach wird Ralf Schüler Anekdoten unter dem Motto "Wie der Hering zu Bismarck kam" zu Gehör bringen. Ferner steht eine von Hans-Joachim Mellies zusammengestellte "Foto-Safari" zum Bismarck-Thema auf dem Programm.
Kuchen und Heißgetränke warten im Museumscafé auf Gäste.