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"Auf ein Wort" mit Oberbürgermeister Klemens Koschig

 

Internationaler Wagner-Kongress tagt in Dessau -
Aktion "Stolpersteine" wird 2013 fortgesetzt

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

der "Ring der Bauhausstadt" erfährt gerade mit "Siegfried" seine Bühnenfortsetzung am Anhaltischen Theater. Wie schon die "Götterdämmerung" wieder eine sehenswerte Inszenierung unseres Generalintendanten. Zur "Halbzeit" kann man schon sagen, dass dieser Ring der Bauhausstadt gut zu Gesicht steht. Es werden Gestaltungsideen der Bauhausbühne aufgegriffen und in unsere Zeit und ihre Seh- und Sichtweisen transformiert. Das macht ihn einzigartig im Reigen der Inszenierungen, die sich um den 200. Geburtstag seines Schöpfers Richard Wagner reihen. Und unsere Stadt und ihre Bühne können dabei auf eine nicht unbedeutende Wagner-Tradition als "Bayreuth des Nordens" zurückblicken und darf mit Vollendung des "Rings" in unserem Wagner-Jahr wohl auch wieder so genannt werden.

In diesen Tagen fiel die Entscheidung, den Internationalen Wagner-Kongress 2015 in Dessau-Roßlau durchzuführen. Vom 13. bis 17. Mai 2015 werden Wagnerianer aus 137 Verbänden weltweit zu uns kommen. Der vom Richard- Wagner-Verband International e. V. organisierte Kongress bietet gute Gelegenheit, die kulturhistorische Bedeutung und die kulturelle Angebotsvielfalt unserer Stadt und des Anhaltlandes samt komplettem "Ring" auf der traditionsreichen Dessauer Bühne zu präsentieren. Wer sich schon jetzt von der Wagnerschen Bühnenwelt verzaubern lassen möchte, dem sei zum Beispiel die Ausstellung des Dessauer Künstlers Olaf Rammelt empfohlen. Seine Zeichnungen rund um die "Siegfried"-Saga sind noch bis zum Elbmusikfest Anfang Mai im Foyer des Anhaltischen Theaters zu sehen. Weitere "Siegfried"-Aufführungen sind am 9. Mai und am 9. Juni zu erleben.

Recht "international", nur auf weit kleinerer Ebene, ging es auch in den letzten Tagen schon in Dessau-Roßlau zu. Dank ausgeprägter Kontakte unserer drei Gymnasien zu europäischen Partnerschulen konnten wir Schülerinnen und Schüler aus Roubaix (Frankreich), Sant Joan Despi (Spanien), aus Aabenraa (Dänemark) und aus Roudnice nad Labem (Tschechien) begrüßen, die sich für mehrere Tage jeweils in unserer Stadt wohlfühlten. Zusätzlich zu den Städtepartnerschaften ist dies eine wohltuende Bereicherung für Stadt und Schüler. Solche Kontakte sind für unser friedliches Miteinander in der Völkerfamilie sehr, sehr wichtig. Dies ist auch der hauptsächliche Grund für die Aufnahme partnerschaftlicher Beziehungen mit dem südafrikanischen Rehoboth (Namibia).

Liebe Leserinnen und Leser,

unsere Schülerinnen und Schüler engagieren sich auch vorbildlich bei der Fortsetzung der Aktion "Stolpersteine". Die in den Gehweg eingelassenen Metallplatten informieren über das Schicksal ehemaliger jüdischer Mitbürger, die im Holocaust umkamen. Am 22. Mai 2013 werden nun schon zum sechsten Male "Stolpersteine" in unserer Stadt verlegt, dieses Mal in der Helene-Meier-Straße, in der Askanischen Straße, in der Wilhelm-Bieser-Straße und in der Ballenstedter Straße. Die Aktion beginnt um 14 Uhr in der Helene-Meier-Straße 9 - 11 mit einer öffentlichkeitswirksamen Veranstaltung, zu der ich Sie sehr gern einladen möchte.

Liebe Leserinnen und Leser,

das war eine schöne Überraschung, als ich am 12. April 2013 in der Landeshauptstadt gemeinsam mit Frau Dr. Lott einen Anerkennungspreis für den Interkulturellen Generationenpark - Stadtpark als Objekt der "Engeren Wahl" zum Architekturpreis des Landes Sachsen-Anhalt 2013 entgegennehmen durfte. In der Laudatio wurde vor allem der Planungsprozess von Stadtverwaltung und Planungsbüro lohrer.hochrein landschaftsarchitekten bdla bei intensiver Einbeziehung der Bürgerschaft gewürdigt. Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Der Park wird toll angenommen. Und da jetzt endlich auch der Frühling Einzug gehalten hat, beginnt auch wieder die Stadtpark-Saison. Den Startpunkt setzt traditionell der Stadtverband der Gartenfreunde mit seinem Garten- und Pflanzenmarkt am 27. April. Weiter geht es gleich am 1. Mai mit der traditionellen Maifeier des DGB. Der unbestrittene Höhepunkt wird aber das Stadtfest 800 Jahre Dessau Anfang Juli sein. Dann gibt es auch wieder einen Biwak im Stadtpark.

Und dass der Stadtpark dank der Y-Häuser unser Central Park bleibt, verdanken wir einer Gesellschaft, die sich eigens zum Erhalt dieser besonderen Wahrzeichen in der vorigen Woche gegründet hat, nachdem die Verhandlungen mit der DWG erfolgreich waren. Ich danke allen Beteiligten.

So freue ich mich auf manche Begegnung im Grünen, zu Himmelfahrt bei den Rotariern auf dem Sieglitzer oder Pfingsten im Tiergarten und bei den Stadtschützen und natürlich auch im Stadtpark und auf den Elbwiesen. Sie kleidet sich gerade wieder in ihr schönstes Gewand, unsere Stadt im Grünen. Wie heißt es so schön bei uns: Man sieht sich!

Herzliche Grüße

 

Ihr

Klemens Koschig
 

ob@dessau-rosslau.de

 

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