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"Auf ein Wort" mit Oberbürgermeister Peter Kuras

 


Kooperationsvereinbarung für Schloss Georgium -

Hochwasserkonferenz mit königlichem Besuch


 

Liebe Leserinnen,
liebe Leser,

dank der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung mit der Stiftung Dome und Schlösser Sachsen-Anhalt am 2. Februar im Rathaus haben wir die rechtzeitige Wiedereröffnung des Schlosses Georgium im Jubiläumsjahr 2019 (100 Jahre Bauhaus) auf einen guten Weg gebracht. Die Vereinbarung, die ich zusammen mit dem Generaldirektor der Stiftung, Christian Philipsen, unterzeichnet habe, sieht eine Zusammenarbeit in zweierlei Hinsicht vor. So sollen durch die gemeinsame Nutzung der Kunstsammlungen der Moritzburg die Chancen verbessert werden, im nationalen wie internationalen Konzert der großen Museen besser wahrgenommen zu werden. Denn während unsere Anhaltische Gemäldegalerie berühmt ist für ihre Sammlung Alter Meister, so hat sich die Stiftung Dome und Schlösser wiederum einen Namen hinsichtlich ihres Bestands von Werken der Moderne gemacht.

Darüber hinaus wird seit Anfang Februar im Rahmen der Generalsanierung des Schlosses die Baubegleitung unterstützt. Dies hat den naheliegenden Grund, dass die Stiftung u. a. mit der Sanierung der Moritzburg eine hervorragende Expertise auf diesem Gebiet  vorweisen kann, insbesondere was Fragen der Denkmalpflege, aber auch der künftigen Ausstellungspräsentation angeht. Damit liegen die Gründe für diese Kooperation offen zutage.

Liebe Leserinnen und Leser,

der Aufenthalt ihrer Majestäten König Willem-Alexander und Königin Máxima der Niederlande am 10. Februar in Dessau-Roßlau sorgte auf besondere Weise für öffentliche Aufmerksamkeit. Ob zuerst im Bauhaus oder später im Kornhaus, das Besuchsprogramm wurde mit großem Interesse wahrgenommen und der minutiöse Zeitplan diszipliniert befolgt. Insbesondere beim Erfahrungsaustausch zum Thema Hochwasser, der in Form einer niederländisch-deutschen Fachtagung im Kornhaus stattfand, wurde das persönliche Interesse des Königs spürbar. Hier konnte ich die Auswirkungen der Hochwasserereignisse 2002 und 2013 und die an- schließenden Anstrengungen zur Ertüchtigung der Deichanlagen darstellen, aber auch auf die historischen Verbindungen unserer Stadt mit den Niederlanden eingehen, die ja bis ins Mittelalter zurückreichen. Denn das ursprüngliche Know-how beim Anlegen von Deichen rührte schließlich von niederländischen und flämischen Einwanderern her, die sich hier bereits vor Jahrhunderten ansiedelten. Auf holländischer Seite wurden auf der Fachtagung die Hochwassererfahrungen von Kampen zugrunde gelegt, einer Stadt, die in den 80er und 90er Jahren mit Überschwemmungen umzugehen hatte und deren Vertreter über die daraus abgeleiteten Schutzmaßnahmen berichteten. Doch neben vielen praktischen Bezügen hatte der Besuch auch seine emotionalen Seiten. Die erst im letzten Jahr von Antony Hermus ins Glockenspiel des Rathauses eingespielte Melodie „Tulpen aus Amsterdam“ gehörte sicher dazu. Sie schallte an jenem Freitag gleich mehrfach über den Marktplatz.

International ging es auch wieder am 14. Februar zu, als im Rathaus kurzfristig die Gründung eines deutsch-chinesischen Altenpflegeinstitutes mit Standort in Dessau bekannt gegeben wurde. Unter anderem die Burchard Führer GmbH aus Dessau und mehrere chi-nesesische Partner haben dafür eine Kooperation vereinbart, die den fachlichen Austausch beider Länder auf dem Gebiet der Altenpflege vorsieht und insbesondere die Qualifizierung chinesischer Fachkräfte hierzulande vorantreiben will. Ich wünsche dem Projekt viel Erfolg und sehe mit Freude, dass die Beziehungen mit China augenscheinlich immer mehr ausgebaut werden können, die länger schon durch die Hochschule Anhalt oder auch durch die Firma Laukötter nachhaltig gepflegt werden.

Liebe Leserinnen und Leser,

der Februar liegt bald hinter uns, lassen Sie uns deshalb zünftig von ihm verabschieden, natürlich auf dem jährlichen Karnevalsumzug durch die Dessauer Innenstadt. Dazu lädt das Festkomitee Dessauer Karneval am Sonntag, dem 26. Februar ein. Vielleicht sehen wir uns ja genau dort. Zugleich wollen wir den neuen Monat März begrüßen, als den langersehnten und endlich willkommenen Lichtblick in Richtung Frühling. Ach, und apropos Frühling: Nicht vergessen, am 8. März ist Frauentag, vielleicht ist dies dem einen oder anderen eine kleine Überraschung wert...

 

Ihr


Oberbürgermeister
Peter Kuras
 

ob@dessau-rosslau.de

 

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