Am 23. Dezember jährt sich zum 150. Mal der Geburtstag des Dessauer Komponisten Richard Bartmuß. Das Stadtarchiv Dessau-Roßlau erinnert mit einer kleinen Ausstellung an ihn. In zwei Vitrinen werden verschiedene Objekte, wie Musikalien, Fotos, Zeitungen, ausgestellt, die aus den Beständen des Stadtarchivs stammen und einige Einblicke in das Leben und Wirken dieser Musikerpersönlichkeit bieten.
Richard Bartmuß wurde 1859 in Schleesen bei Oranienbaum als Sohn eines hervorragenden Kantors und Organisten geboren. Bereits frühzeitig zeigte sich seine hohe Musikalität. Bereits im Alter von 10 Jahren konnte er seinen Vater beim sonntäglichen Orgelspiel vertreten. Nach Schul- und Studienjahren trat Bartmuß 1890 eine Organistenstelle an der Dessauer Schloss- und Stadtkirche St. Marien an. Seine erfolgreiche Arbeit als Komponist und Hoforganist brachte ihm in der Folgezeit viel Anerkennung. Unter seinen Zeitgenossen galt Bartmuß als der beste Orgelimprovisator Deutschlands. Seine Orgelkompositionen zeugen von einer meisterhaften Beherrschung der Kompositionskunst und reicher melodischer Erfindungsgabe. Richard Bartmuß verstarb am 25. Dezember 1910 und fand seine letzte Ruhestätte auf Friedhof III in Dessau.
Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten des Stadtarchivs Dessau-Roßlau in der Langen Gasse 22, dienstags und donnerstags von 8.00 bis 18.00 Uhr, mittwochs von 8.00 bis 16.00 Uhr und freitags von 8.00 bis 14.00 Uhr zu besichtigen.