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Lokaler Aktionsplan für Demokratie und Toleranz in der Stadt Dessau-Roßlau - Analysen und Handlungsvorschläge

 
Beitrag vom 11.02.2002


aus den Vorbemerkungen:

Nachdem die Stadt Dessau am 24. Juni 2001 infolge der diesbezüglichen Ausschreibung den Zuschlag für die Förderung bei der Erstellung eines Aktionsplanes erhielt, wurde mit Beschluss der Sitzung des Jugendhilfeausschusses vom 14. August 2001 das FOKUS-Institut Halle als externer Partner mit dieser Aufgabe betraut. Ein eigens dazu gebildetes Team des Instituts hat sich seit September 2001 der Erarbeitung eines stadtspezifischen Aktionsplanes gewidmet. Mit Hilfe gezielter Kontaktarbeit, Literatur- und Dokumentenstudium, einer Interview-Reihe mit fast 50 ausgewählten Personen , der Befragung von 160 Jugendlichen , und einer Sekundäranalyse von Ausgaben der "Mitteldeutschen Zeitung" sowie durch Expertendiskussionen entstand ein beachtlich großer Datenfundus von rund 20.000 Aussagen (siehe Anhang: Methoden-Set). Auch wenn das so umrissene Bild selbstverständlich nicht vollständig war, konnten bis Anfang Dezember 2001 wichtige Schlussfolgerungen heraus- gearbeitet werden.

Ein besonderer Ansatz bei der Erstellung des Aktionsplanes bestand darin, wichtige Vorschläge und Grundlinien im Kreis der Akteure zu diskutieren. Zu diesem Zweck wurde am 8. Dezember 2001 die erste so genannte "Netzwerk-Konferenz" durchgeführt. Unter Teilnahme von über 70 Personen kam es dabei sowohl zu einer Art "Rechenschaftslegung" über die Arbeit des Projektteams als auch zur Vorstellung der konzeptionellen Hauptideen des Planes und in drei Arbeitsgruppen zu Diskussionen der Themenstellungen "Öffentlichkeit", "Widersprüche zwischen Organisationen" und "Neue Ideen". Wie noch zu zeigen sein wird, könnte bei der Realisierung des Aktionsplanes Zusammenkünften dieser Art künftig eine entscheidende Bedeutung zukommen.

Wichtige Gesamtresultate der Analysen und Diskussionen sind vor allem, dass die Stadt Dessau im Ganzen über eine Reihe günstiger Voraussetzungen für die Gestaltung eines zwischenmenschlichen Klimas im Sinne von Toleranz und Demokratie verfügt, dass diesen Prozessen aber mehrere ungelöste Widerspruchskomplexe im Wege stehen. Die unterbreiteten Vorschläge zielen auf die produktive Bearbeitung dieser Widersprüche, auf Eingreifen in die lokale Öffentlichkeit und auf neue Formen des Zusammenwirkens der städtischen Akteure. Es soll betont werden, dass die Ergebnisse hiermit zwar in Form eines strukturierten Planes vorliegen, dieser aber in manchen Optionen "offen" und gestaltbar bleiben soll, so dass die Resultate von weiteren Debatten einfließen können.

 



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Kurzfassung in Thesen

4 Seiten

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Hauptdokument

59 Seiten

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Anhang zum Hauptdokument

56 Seiten

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Weiterführende Informationen über den LAP wie Arbeit der Koordinierungsstelle, Antragsverfahren und erfolgreiche Aktivitäten können Sie hier nachlesen  www.lap-dessau-rosslau.de

 

 

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