Die Geheimnisse um "Charlotte" zu lüften, hatten sich im Zeichen des herannahenden Jubiläums "Anhalt 800" die Museumsleute um Hans-Peter Hinze vorgenommen, seines Zeichens Leiter der Abteilung Vor- und Frühgeschichte im Museum für Naturkunde und Vorgeschichte. Denn "Charlotte" ist schließlich nicht irgendwer, sie ist eine Art "Prä-Anhalterin", also Vorfahrin im weiteren Sinne und über viele Jahre Bestandteil der Dauerausstellung im Naturkundemuseum gewesen. Sie ist - auf den Punkt gebracht - ein Skelett. Ein Skelett, das 1953 bei Osternienburg in einer Bodenschicht gefunden wurde und der frühen Bronzezeit zugeordnet werden konnte.
Was 1953 noch nicht denkbar war, soll heutzutage nachgeholt werden. Antworten nämlich auf Fragen zu erhalten, die da lauten:
Insbesondere die Frage ihres Aussehens soll mittels Computer-Tomografie geklärt werden. Die daraus resultierende 3-D-Ansicht zuzüglich einer Weichteil-Rekonstruktion soll der Prä-Anhalterin namens "Charlotte" ihr Gesicht zurückgeben. Ab Juli 2012 werden die sie umrankenden Geheimnisse im Museum für Naturkunde und Vorgeschichte Dessau gelüftet. Dann ist "Charlotte" wieder prominentes Exponat in der Dauerausstellung und die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse können dem Besucher vorgestellt werden.
Für alle, die es spannend mögen, sei schon einmal nachfolgender Trailer zum Anschauen empfohlen:
www.youtube.com/watch
Archivbeitrag von 2011
Meldung vom 05.03.2012