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    Junkers Luftbild-Fotografie

    Eine Retrospektive im Stadtarchiv

    Junkers-Luftbild von der Ankunft Hindenburgs im Jahr 1927Die Junkers-Werke beschäftigten sich seit Beginn ihres Luftverkehrs auch mit der Erforschung und Förderung des Luftbildwesens. Technische Probleme (insbesondere hinsichtlich geeigneter Aufnahmegeräte, Entzerrung und Auswertung) ließen zunächst keine kommerzielle Anwendung zu. Um 1921/1922 jedoch waren diese anfänglichen Probleme gelöst. In der Junkers Flugzeugwerk AG wurde eine Luftbild-Abteilung aufgebaut. Am 27. Mai 1924 wurde die Junkers Luftbild-Zentrale in Dessau gegründet und gehörte bald zu den wichtigsten Anbietern auf diesem Geschäftsfeld. Zu ihren größten Konkurrenten zählten die 1925 gegründete Lufthansa-Tochter Hansa-Luftbild GmbH und die auf kartographische Messbilder spezialisierte Luftbild Stereographik GmbH in München (gegründet 1927; bald in Photogrammetrie GmbH umbenannt).

    Plakat zur AusstellungDen Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit von Junkers-Luftbild bildeten die geologische Erkundung aus der Luft und die Luftbildvermessung, insbesondere die Anfertigung von Luftaufnahmen für die Kartografie. Die Verbindungen mit dem Ausland durch den Einsatz von Junkers-Flugzeugen im Luftverkehr ermöglichten der Junkers Luftbild-Zentrale, Arbeiten für Vermessungszwecke in Schweden, Brasilien, Persien und in anderen Ländern durchzuführen. Hierfür wurden spezielle Flugzeuge eingesetzt, die durch ein Loch im Rumpfboden Senkrechtaufnahmen ermöglichten.

    Zahlreiche deutsche Großstädte bestellten bei Junkers Luftbilder, um das Kartenmaterial verbessern und städtebauliche Projekte besser planen zu können. Daneben wurden aus den Flugzeugen zu Werbezwecken sowohl Fotos anderer Junkers-Maschinen im Flug als auch Luftbilder exotischer Orte angefertigt. Damit konnte werbewirksam der weltweite Aktionsradius der Junkers-Maschinen gezeigt werden. Es wurden auch zahlreiche Ansichts- und Übersichts-Luftaufnahmen für allgemeine Werbezwecke und Industriereklame angefertigt. Schließlich gab es in kleinem Umfang Versuche, Luftfotografie und Bildreportage miteinander zu verschmelzen. Ein Beispiel hierfür sind Luftaufnahmen vom Besuch des Reichskanzlers Hindenburg am 14. Juni 1927 in Dessau.

    Diese und zahlreiche weitere Junkers-Luftbilder von Dessau, Anhalt, Deutschland und weltweit sowie Schlaglichter der allgemeinen und der technischen Entwicklung von Junkers-Luftbild sind in einer Ausstellung zu sehen, die das Stadtarchiv anlässlich des Sachsen-Anhalt-Tages vorbereitet hat. Die Ausstellung kann vom 6. Juli bis zum 14. September 2012 zu den Öffnungszeiten des Stadtarchivs besucht werden. Zum Sachsen-Anhalt-Tag ist das Stadtarchiv am Freitag, dem 6. Juli 2012, von 8.00 bis 18.00 Uhr, und am Samstag, dem 7. Juli 2012, von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

    Stadtarchiv Dessau-Roßlau
    Lange Gasse 22
    06844 Dessau-Roßlau

    Tel.: 0340 215550

    Öffnungszeiten

    Mo                   nach Vereinbarung

    Di, Do               8.00 – 18.00 Uhr

    Mi                    8.00 – 16.00 Uhr

    Fr                    8.00 – 14.00 Uhr

     


    Meldung vom 09.07.2012

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