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    Das Bauhaus und die Fotografie

    Neue Ausstellung widmet sich frühen Bildaufnahmen

    Bis Ende August ist im Meisterhaus Kandinsky/Klee, Ebertallee 69/71, die neue Ausstellung "Bauhäusler mit der Kamera - eine Bilderschau" zu sehen. Sie entstand in Kooperation zwischen der Stiftung Bauhaus Dessau, dem Bauhaus-Archiv Berlin und der Stadt Dessau-Roßlau.

    1923 kam der ungarische Maler, Grafiker und Fotograf László Moholy-Nagy ans Bauhaus in Dessau, und Marianne Brandt: Selbstportrait in der Kugel gespiegelt, im Studierenden-Atelier im Bauhaus Dessau, 1928/29 (Fotonachweis: Bauhaus-Archiv/©VG Bild-Kunst, Bonn 2010)mit ihm seine Kamera, die fortan nicht mehr wegzudenken sein sollte aus dem Leben an der Schule. Plötzlich gab es ein Bild vom Bauhaus, mehr noch: Bilder verschiedenster Form und Machart. Die Bauhäusler nutzten Fotoapparate für künstlerische Experimente, fotografisch dokumentierten sie Leben und Arbeit an der Schule. Und sie hatten einen neuen Weg entdeckt, um ihre Produkte bekannt zu machen. Lange bevor Walter Peterhans die Fotografie 1929 auch als Lehrfach etablierte, nahm die Öffentlichkeitsarbeit des Bauhauses das Medium bereits in Dienst. Die Fotografie beeinflusste das Bild der Hochschule für Gestaltung in der Öffentlichkeit nachhaltig.

    Aus dem vielseitigen fotografischen Erbe des Bauhauses hat das Bauhaus-Archiv Berlin eine Auswahl getroffen, die nun auch in Dessau zu sehen ist. Neben Porträts von Lucia Moholy und Gertrud Arndt zeigt die Schau im Meisterhaus Kandinsky/Klee dokumentarische Arbeiten von Pius Pahl, experimentelle Fotografien von Marianne Brandt und Herbert Schürmann und vieles mehr. 

    Ein besonderer Höhepunkt der Schau ist der einzigartige Blick auf das Leben der Bauhäusler in Dessau. Das Bauhausgebäude mit seinen Terrassen, Balkons und der weithin bekannten Architektur bildet auf vielen Aufnahmen Hintergrund und Gegenstand. Hier inszenierten sich die Studenten in allen möglichen Posen. Gruppenfotos und Bilder der Feste und Freizeitaktivitäten vermitteln ungezwungene Verhältnisse und das unbeschwerte Lebensgefühl an diesem besonderen Ort unbeschränkter Experimentierfreude.

    Zur Eröffnung am Dienstag, dem 11. Mai 2010, um 19.00 Uhr, sprechen die Direktorin des Bauhaus-Archivs Berlin, Annemarie Jaeggi, und die stellvertretende Direktorin der Stiftung Bauhaus Dessau, Regina Bittner.

    Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10.00 bis 18.00 Uhr;
    Eintritt: 5 Euro/ erm. 3 Euro


    Meldung vom 06.05.2010

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