Die Stadt Dessau-Roßlau ist ein neuer Standort im bundesweiten Projekt
„Stromspar-Check“. Zur Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes und der
Sozialplanung der Stadt Dessau-Roßlau werden ab Ende April Bezieher von
Sozialhilfe oder Wohngeld mit einem Stromspar-Check beraten. Die Haushalte
können ihre Energie- und Wasserkosten um durchschnittlich 126 Euro pro
Jahr senken. Einsparungen, die gerade für Menschen mit geringem
Einkommen besonders wichtig sind, denn die Strom- und Wasserkosten steigen
weiter.
Das Gemeinschaftsprojekt der Caritas Bitterfeld, dem Amt für Soziales und Integration und dem Klimaschutzmanager der Stadt Dessau-Roßlau startete offiziell am 25.04.2012 mit einer gemeinsamen Pressekonferenz. Bis Ende 2012 werden zwei Stromsparhelfer etwa 100 kostenfreien Vor-Ort-Beratungen durchführen und bei jeder Beratung Strom- und Wassersparartikel im Wert vonca. 70 € installieren. Eine Fortsetzung des Projektes ab 2013 mit weiteren Kooperationspartnern wird derzeit vorbereitet.
In mehr als 100 Städten und Kreisen sind zurzeit rund 650 geschulte Stromsparhelfer im Einsatz. Sie
ermitteln und analysieren den Energie- und Wasserverbrauch der Haushalte vor Ort, bauen kostenlos
Energiesparartikel ein und geben Tipps zur Nutzung sowie zum energieeffizienten Verhalten.
Mittlerweile profitieren bundesweit mehr als 55.000 Haushalte und
das Klima vom „Stromspar-Check“: Jeder Haushalt reduziert mit 
seinen neuen Energiesparlampen, schaltbaren Steckerleisten oder
Zeitschaltuhren die Stromkosten um 13 Prozent. Steigende
Strompreise können so zumindest teilweise aufgefangen werden.
Langfristig werden mit jedem Check mehr als zwei Tonnen CO2
eingespart, das sind insgesamt mehr als 110.000 Tonnen weniger
CO2-Emissionen.
Das Besondere an der Aktion des Deutschen Caritasverbandes und des Bundesverbandes der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD): Hier werden arbeitsmarktpolitische und sozialpolitische mit umweltpolitischen Zielen miteinander verbunden. Gefördert wird der
„Stromspar-Check“ vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit im Rahmen der Klimaschutzinitiative.
Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.stromspar-check.de und
www.youtube.com/watch?v=qj8t_VsHTIk sowie unter der Telefon-Nr.: 03493-826638.
Viele Kommunen und Organisationen sind bereits aktiv im Klimaschutz oder wollen sich jetzt auf den Weg machen. Denn gerade sie spielen eine Schlüsselrolle im Klimaschutz. Neben ihren direkten eigenen Handlungsmöglichkeiten ist die regionale Ebene unmittelbar an den BürgerInnen dran und kann diese mit in ihre Aktivitäten einbinden und zu eigenem Handeln motivieren.
Eine regionale Vernetzung bietet einen Erfahrungsaustausch auf kurzen Wegen. Viele Kommunen und Organisationen sind bereits aktiv, haben erste Erfahrungen in lokalen Klimaschutzprojekten sammeln können oder sind in der Erstellung und Umsetzung ihrer Klimaschutzkonzepte. Dabei stellen sich für ostdeutsche Kommunen oft besondere Herausforderungen. Wer macht was? Wo kann (m)eine Gemeinde / Stadt ansetzen? Wie finde ich einen kompetenten Klimaschutzberater? Und wie kann man bei knappen Finanz- und Personalmitteln im Klimaschutz aktiv werden?
Die Stadt Dessau-Rosslau, das Klima-Bündnis und das Deutsche Energieberater-Netzwerk (DEN) e.V. werden diese Entwicklung aktiv unterstützen durch die Veranstaltung:
„Vernetzungstreffen Klimaschutz Ost“
am Mittwoch, dem 21. März 2012
in Dessau-Roßlau (Radisson Blu, Friedensplatz 1)
Neben einer Einführung in den kommunalen Klimaschutz werden verschiedene Möglichkeiten der finanziellen und inhaltlichen Unterstützung lokaler Klimaschutzaktivitäten vorgestellt. Unterschiedliche Beispiele zeigen konkrete Handlungsmöglichkeiten vor Ort. Und vor allem haben die Teilnehmer an diesem Tag die Möglichkeit, andere Akteure (KommunalvertreterInnen, Energie- und Klimafachleute, Energieagenturen und Interessierte) kennenzulernen, sich auszutauschen und zu vernetzen.
Wir freuen uns über die Unterstützung und Teilnahme der Hansestadt Rostock, der Stadt Lübben (Spreewald), des Umweltbundesamtes, des Projektträgers Jülich, der Akademie für Nachhaltige Entwicklung Mecklenburg-Vorpommern sowie der Servicestelle Kommunaler Klimaschutz.
Weitere Informationen zur Veranstaltung im Tagungsprogramm s.
.
Die Tagungsdokumente zur Veranstaltung finden Sie unter:
http://coaching-kommunaler-klimaschutz.de/vernetzung.html?&L=0
Medienbeiträge zur Veranstaltung finden Sie unter: http://mz-web.de/artikel?id=1330409002380 und
http://www.youtube.com/watch?v=H7j4U-O-dho.
Klimaschutz durch den Einsatz von natürlichen und nachwachsenden Materialien ist beim Hausbau und bei Sanierungen besonders gut möglich. Wie, das zeigt die BAUnatour. Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) hat im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) die mobile Ausstellung BAUnatour - Wanderausstellung Bauen und Wohnen mit nachwachsenden Rohstoffen - konzipiert, die seit 2009 quer durch Deutschland tourt. Vom 17.04. bis 22.04.2012 wird sie in Dessau-Roßlau zentral auf dem Marktplatz vor dem Rathaus Dessau umfassend über das Bauen, Sanieren und Wohnen mit nachwachsenden Rohstoffen informieren.
Zwei ineinandergefügte Kuben aus Fichte und Weide erzeugen Aufmerksamkeit. In der 25 m² großen und zu 90% aus nachwachsenden Rohstoffen erstellten Ausstellungsbox, werden eine Vielzahl innovativer Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen, die heutzutage für Hausbau, Innenausbau und Sanierung verfügbar sind, anschaulich präsentiert. Viele Muster, Anwendungsbeispiele und Modelle machen das Thema im wahrsten Sinne begreifbar. Die in Holzbauweise gefertigte Ausstellungsbox vermittelt ein ganz besonderes Wohngefühl.
In der Ausstellung werden zu Beginn Rohstoffe präsentiert, die als Ausgangsmaterial für viele moderne Baustoffe Verwendung finden. Neben Holz, Flachs und Hanf, ist dort Sisal, Kork, Ziegenhaar u.a. zu sehen. Im Bereich Bau- und Dämmstoffe zeigen viele Handmuster unterschiedlichster Hersteller die ganze Bandbreite ressourcen- und energiesparender Materialien, die wohngesund und umweltfreundlich sind. Unterschiedliche Hausmodelle zeigen die konkrete Anwendung:
o Wie realisiere ich heute einen energieeffizienten Neubau? 
o Welche Dämmstoffe sind effektiv und steigern den Wert
eines Altbaus?
o Wie wohngesund und umweltverträglich kann ich meinen
Innenraum mit Farben, Tapeten und Bodenbelägen gestalten?
Zudem informiert die Ausstellung auch ausführlich über
das Heizen mit Pellets.
„Durch die Wanderausstellung BAUnatour wird das Thema Klimaschutz gleich doppelt transportiert,“ informiert Daniel Willeke, Klimaschutzmanager der Stadt Dessau-Roßlau und Mitorganisator der Ausstellung. „Die natürlichen und nachwachsenden Materialen und die mit ihnen durchgeführten Sanierungen sparen Energie und senken den CO2-Ausstoß.“
Bei Rückfragen wenden Sie sich an die Stadt Dessau-Roßlau, Klimaschutzmanager, Hr. Daniel Willeke, Tel.: 0340-204-1683.
Weitere Informationen zur Ausstellung und zum Begleitprogramm finden Sie auch im BAUnatour-Flyer
.
Medienbeiträge zur Veranstaltung finden Sie unter: www.bau-natour.de/gaestebuch/ und
http://www.youtube.com/watch?v=Q_b9EU3z810
Die Stadt Dessau-Roßlau hat sich seit über 15 Jahren durch unterschiedliche Konzeptionen und Aktionen zum Klimaschutz bekannt - wie beispielsweise durch die Mitgliedschaft bei SolarLokal oder im Klima-Bündnis. Das aktuelle Klimaschutzkonzept wurde durch ein unabhängiges Ingenieurbüro unter fachlicher Begleitung 2007-2009 erstellt und politisch 2010 durch den Stadtrat beschlossen.
Zurzeit emittiert jeder Einwohner der Stadt durchschnittlich 6,5 t CO2 pro Jahr (1990 15,8 t). Die Zielstellung, die sich die Stadt durch die Mitgliedschaft im Klima-Bündnis gegeben hat, ist eine schrittweise CO2-Reduzierung um 10% alle fünf Jahre. Langfristig strebt die Stadt eine Verminderung der Treibhausgasemissionen auf ein nachhaltiges Niveau von 2,5 t CO2 pro Einwohner und Jahr durch Energiesparen, Energieeffizienz und durch die Nutzung erneuerbarer Energien an.
Die Bundesförderung durch die Klimaschutzinitiative des BMU ermöglichte das Vorhaben „Klimaschutzmanager Dessau-Roßlau“. Die Förderung ist bewilligt für den Zeitraum 03.2011 bis 02.2013 und beinhaltet eine 50%ige Zuwendung aus dem Bundeshaushalt (Förderkennzeichen 03KS1330). Die wissenschaftliche und finanzielle Abwicklung erfolgt in Kooperation mit bzw. gegenüber dem Projektträger Jülich - Forschungszentrum Jülich in Berlin.
Derzeit sind in Kommunen 65 (bundesweit 96), in Ostdeutschland 6 und in Sachsen-Anhalt 2 Klimaschutzmanager aktiv - Stand 08.2011. Aufgrund der fortgeführten Förderung und der Bedeutung des Themas und der Arbeit für Kommunen und den regionalen, nationalen und internationalen Klimaschutz, entscheiden sich immer mehr Kommunen zur Einstellung eines oder mehrerer Klimaschutzmanager.

Die Aufgabe des Klimaschutzmanagers ist es, das vorliegende Klimaschutzkonzept schrittweise umzusetzen und fortzuentwickeln. Er soll Motor für eine nachhaltige Entwicklung im Bereich der Energieeffizienz und des Klimaschutzes sein. Seine zentrale Tätigkeit ist die Koordination, Initiierung und Umsetzung von Klimaschutzprojekten unter Einbeziehung von Bürgern, Verwaltung, Stadtwerken, Unternehmen, Multiplikatoren, NGO und sonstigen Stellen, die für den Klimaschutz relevant sind. Er ist somit Steuerer, Moderator und Kümmerer eines langen Umsetzungsprozesses sowie Vernetzer vieler regionaler (und überregionaler) Akteure. Das zielgruppenübergreifende Begeistern für den Klimaschutz sowie die (bewusstseinsbildende) Kommunikation von Klimaschutzthemen und Projekten in der Öffentlichkeit sind eine wichtige Aufgabe. Zudem evaluiert er kommunale Klimaschutzaktivitäten bzgl. der erreichten Ziele.
Derzeit sind zur Umsetzung des Klimaschutzes in Dessau-Roßlau durch den Klimaschutzmanager Gespräche und Projektplanungen mit folgenden Kooperationspartnern erfolgt:
o Städtisches Klinikum Dessau-Roßlau
o Stadtverwaltung: Gebäudemanagement, Vermessungsamt, Wirtschaftsförderung
o Kindergärten und Schulen auf dem Stadtgebiet
o Umweltbundesamt
o Dessauer Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (DVV), Stadtwerke
o Brauhaus Dessau e.V.
o Wohnungsgenossenschaft Dessau eG / Wohnungsunternehmen
o Eigenbetrieb Stadtpflege
o TEW Technik-Energie-Wasser Servicegesellschaft mbH (Pharmapark)
o Sozialamt der Stadtverwaltung + Caritas
o Stiftung Bauhaus Dessau
o Helfende Hände Dessau-Roßlau e.V.
Dabei haben sich folgende Schwerpunktbereiche herausgestellt, die in der weiteren Zusammenarbeit konkretisiert und umgesetzt werden:
o Presse- / Öffentlichkeitsarbeit, Umweltbildung, Nutzerverhalten, Messen
o baulich-energetische Sanierung, Fördermittel
o Einsatz von Erneuerbaren Energien
o Zertifikate, Wettbewerbe
o Mobilität
Kontakt:
Dipl.-Ing. (FH) Daniel Willeke
Klimaschutzmanager
Stadt Dessau-Roßlau
Amt für Umwelt und Naturschutz
Finanzrat-Albert-Straße 2
06862 Dessau-Roßlau
Tel.: 0340-204-1683
Fax: 0340-204-2983
Mail: die E-mail-Adresse wird gebildet aus Vorname.Nachname@dessau-rosslau.de
Web: www.dessau-rosslau.de
Medienbeiträge finden Sie unter: http://www.mz-web.de/artikel?id=1300343013704 .
Links:
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU):
http://www.bmu.de
BMU-Klimaschutzinitiative:
http://www.bmu-klimaschutzinitiative.de
Projektträger Jülich:
http://www.fz-juelich.de