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Deichbau: Alle erforderlichen Dinge sind eingeleitet


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OB Otto kritisiert kurzfristig anberaumtes Ultimatum
Als "blinden Aktionismus" bezeichnete Oberbürgermeister Hans-Georg Otto
heute die von Dessau-Waldersees Ortsbürgermeister Lothar Ehm angekündigte
Aktion, am kommenden Freitag die Bundesautobahn A9 blockieren zu wollen,
falls nicht umgehend mit dem DIN-gerechten Ausbau der Deichanlagen begonnen
werde. "Die umgeleiteten Fahrzeuge durch Waldersee zu leiten, ist
jedenfalls kontraproduktiv", fügt das Stadtoberhaupt hinzu, weil dadurch
lediglich die vor Ort arbeitenden Helfer behindert würden.
"Die Probleme sind bis ins Bundeskabinett hinein bekannt, an Lösungen
wird derzeit gearbeitet", bezieht sich OB Otto auf ein Treffen mit
Bundeskanzler Gerhard Schröder vor zwei Wochen, wo er auf die Notwendigkeit
eines Deichbauprogrammes unter Einbeziehung des Bundes, der Länder und
der Bundesanstalt für Arbeit (BfA) verwies: "Auf diese Weise könnten
viele Menschen über eine längere Zeit in eine sinvolle Beschäftigung
gebracht werden."
Es sei aber nicht nur eine Frage des Geldes, sondern auch der gesetzlichen
Grundlagen, macht Otto auf ein weiteres Problem aufmerksam: "Wir brauchen
beschleunigte Planfeststellungsverfahren, und die Sicherheit der Menschen
muss wichtiger sein als die Belange des Natur- und Denkmalschutzes.
Als dringlichste Aufgabe sieht OB Otto die Reparatur der Deiche noch in
diesem Herbst an, damit einer eventuellen Hochwassergefahr im Winter
ausreichend begegnet werden kann. "Aber jetzt kurzfristige Ultimaten
aufzustellen, halte ich für verfrüht", so Otto. Auf Deichschauen in
der letzten Woche wurden die Forderungen der Stadt Dessau vom
Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft weitgehend
akzeptiert, der nun seinerseits auf Grund der Erkenntnisse Termine
setzen muss. Otto: "Alle erforderlichen Dinge sind bereits eingeleitet."

Veröffentlicht am 09. September 2002
durch die Pressestelle der Stadtverwaltung Dessau
pressestelle@dessau.de
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