Archiv zum Elbe-/ Muldehochwasser 2002 in Dessau


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Hochwasserinformationen

Elbe- und Mulde-Hochwasser in Dessau
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  Unsere Stadt ist noch weit von Normalität entfernt


OB-Kolumne
 
Liebe Dessauerinnen,
liebe Dessauer
 
das sehr knappe Wahlergebnis zur Bundestagswahl hat uns eine spannende Wahlnacht vom 22. zum 23. September beschert. Erst nach Mitternacht war dann klar, dass es eine hauchdünne Mehrheit für die Regierungskoalition gibt. Das ist schade, denn wenn man das "Schiff" Bundesrepublik wieder flott kriegen will, dann braucht man nicht nur gute Ideen, sondern auch breite Mehrheiten. Schade ist auch, dass die Bundesrepublik zurzeit offensichtlich keine Politiker hat, die diese Notwendigkeit erkennen und dazu fähig sind, sich gemeinsam dieser Aufgabe zu stellen. So bleibt zu hoffen, dass die Politik trotzdem Konzepte findet gegen die Arbeitslosigkeit und gegen die Abwanderung aus den Neuen Bundesländern sowie für eine gerechtere Finanzverteilung und den notwendigen Schuldenabbau, dem wohl dringendsten Problem der nächsten Zeit. Und ich hoffe, dass gute Konzepte - egal ob von der Regierung oder der Opposition - trotz der knappen Regierungsmehrheit eine breite Mehrheit im Parlament finden. Eine solide, ehrliche Politik und eine kontinuierliche Oppositionsarbeit sind die besten und preiswertesten Wahlkampfrezepte, die sich spätestens nach vier Jahren auszahlen werden.
 
Liebe Dessauerinnen und Dessauer, auch mehr als zwei Wochen nach Aufhebung des Katastrophenalarmes in der Stadt Dessau sind wir von der Normalität noch sehr weit entfernt. Immer noch entkernen Walderseer Bürger ihre Häuser, weil sie nach und nach weitere Schäden entdecken müssen. Klar ist zudem, dass die angekündigten Finanzhilfen von Bund und Land bisher bei weitem nicht ausreichen, um die Schadensbeseitigung zu finanzieren. Wie viel Spendenmittel den karitativen Organisationen zur Verfügung stehen, weiß die Stadtverwaltung nicht. Ich kann nur feststellen, dass die auf dem Spendenkonto der Stadt Dessau angesammelten 1.230.000 Euro (davon rund 298.000 Euro zweckgebundene Direktspenden), das Problem auch nicht abschließend lösen werden. Die Summe wird noch um weitere 150.000 Euro von der Stadt Ludwigshafen und 750.000 Euro von BASF aufgestockt. Auch andere Kommunen und Landkreise sammeln derzeit noch.
 
Um einen Ausgleich unter allen Betroffenen herstellen zu können, wird eine Kommission aus Stadträten unter der Federführung des Sozialdezernenten gebildet. Schon jetzt möchte ich aber allen Spendern meinen herzlichen Dank zum Ausdruck bringen. Auf Grund der dargestellten Situation ist es aber auch weiterhin nötig, mit den Opfern Solidarität zu zeigen, und wenn wir uns vorstellen, dass den meisten von uns Vergleichbares erspart geblieben ist, dann sollte es uns gelingen, weiterhin Solidarität mit den Walderseern zu üben. Geldspenden sind dabei am hilfreichsten.
 
Ihr
Hans-Georg Otto
 
 
Spendenkonto Hochwasser
bei der Stadtsparkasse Dessau:
Kontonummer: 3000 30 48
Bankleitzahl: 800 535 72
Verwendungszweck: Spende Hochwasser Dessau
 

 
Veröffentlicht am 27. September 2002
durch die Pressestelle der Stadtverwaltung Dessau
pressestelle@dessau.de
 


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