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| Elbe- und Mulde-Hochwasser in Dessau |
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Spendenkonto Hochwasser Gelder werden seit kurzem an die Betroffenen ausgereicht


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Am 22. November ist mit den Auszahlungen vom Spendenkonto der Stadt Dessau
begonnen worden. Die Modalitäten dafür sind von der eigens dafür ins Leben
gerufenen Spendenkommission erarbeitet worden, der Stadträte aller Fraktionen,
zwei Mitglieder des Ortschaftsrates und Sozialdezernent Wolfgang Focke angehören.
Danach verfügt nach Abzug aller zweckgebundenen Spenden das städtische Konto über
ca. 2,1 Millionen Euro, die es aufzuteilen gilt. Die Kommission geht von insgesamt
rund 1.200 Einzelfällen aus.
Um Ungerechtigkeiten weitgehend auszublenden, sind bislang bereits erfolgte
Zahlungen durch Wohlfahrtsverbände, andere Institutionen und private Spender
berücksichtigt worden, um auf Basis der bei der Stadtverwaltung eingereichten
Schadenserfassungsbögen die sogenannte Restschadenssumme ermitteln zu können.
Die Restschäden sind ihrer Höhe nach in zehn verschiedene Kategorien aufgeteilt
worden, beginnend bei 5.001-10.000 Euro, bis hin zu 100.000 Euro und darüber liegend.
Für jede Kategorie ergibt sich ein Spendenbetrag in Höhe von ca. 5 Prozent des
mittleren Schadensbetrages (nach oben gerundet), so dass bei Schäden bis 10.000 Euro
ein Betrag von 400 Euro ausgezahlt wird, bis 15.000 Euro 650 Euro, 900 Euro bei Restschäden
bis 20.000 Euro und 7.500 Euro ab 100.000 Euro, um nur Beispiele aufzuzeigen.
Ändern sich die Schadenshöhen nachträglich, so werden diese Fälle zur Beurteilung
der Spendenkommission wiederum zur Einzelfallentscheidung vorgelegt. Einkommensgrenzen
fallen bei der Auszahlung der Spendenbeträge nicht ins Gewicht.
Da nach Überzeugung der Kommission und nach Rücksprache mit Spendern die tägliche
Existenzsicherung zum Wohnen Vorrang hat, werden für Kleingärten keine Gelder
ausgereicht. Für die o.g. Härtefälle und andere Eventualitäten steht zunächst ein
Reservebetrag in Höhe von 500.000 bis 600.000 Euro auf dem Spendenkonto der
Stadtverwaltung zur Verfügung.

Veröffentlicht am 26. November 2002
durch die Pressestelle der Stadtverwaltung Dessau
pressestelle@dessau.de
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